FAQ Figurenbegrenzung Allgemeine Themen
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Dürfen Akrobatiken ausschließlich in der in der Figurenbeschreibung beschriebenen Richtung ausgeführt werden?
Nein, die Ausführung ist jeweils auch in der Gegenrichtung zulässig
Es sind nicht alle Ausnahmefiguren in der Figurenbeschreibung enthalten. Wie ist die Ausführung dann vorgeschrieben?
Als Beispiel sind Akrobatiken wie Berliner, Schlange oder Lübbi nicht detailliert beschrieben. Diese Akrobatiken dürfen wie bisher in ihren Klassen weiter getanzt werden. Richtig ist, dass sie ausführungsbedingt genau genommen nicht zulässig wären (Schlange hat z. B. Kontakt „Rücken an Rücken“). Da dies Akrobatiken auch weiterhin getanzt werden sollen, wurden sie ohne zusätzliche Beschreibung mit einen entsprechenden Vermerk in die Liste der Ausnahmefiguren aufgenommen.
Es soll, wie in den Schulungen besprochen, im Vortrag „überwiegend“ die Rock ’n’ Roll-spezifische Tanztechnik gezeigt werden.
Die bei der Schulung besprochenen Zahlenbeispiele dienten der Information. Es ist nicht vorgesehen, die gezeigten Anteile durch Zählen oder Zeitnahme zu ermitteln. In den Ordnungen ist aber gefordert, dass überwiegend die Rock’n’Roll-spezifische Tanztechnik gezeigt wird.
Was zählt dazu: Alle in der (Grund)-Schritttechnik getanzten Tanzfiguren. Damit ist nicht gemeint, dass Grundschritte oder Grundfiguren getanzt werden sollen, sondern Tanzfiguren (einfache, zusammengesetzte oder komplexe).
Für den Wertungsrichter soll der Eindruck entstehen, dass der Rock’n’Roll-spezifische Paartanz überwiegt. Rock’n’Roll-fremde Tanzelemente können sehr wohl zur abwechslungsreichen Gestaltung eingestreut werden. Sie dürfen aber keinesfalls überwiegen.
Im Intro und in der Schülerklasse sind keine Akrobatiken zulässig. Erlaubt ist lediglich die Halteunterstützung bei stationären Tanzfiguren. Was verstehen wir darunter?
Während der Halteunterstützung besteht immer zumindest mit einem Bein Bodenkontakt. Ein Wechsel der Beine ist nicht zulässig.
Beispiele:
Keine stationäre Halteunterstützung und damit V5:
- Dame liegt zum „Toten Girl“ ab. Der Herr muss dazu 2-3 Schritte zurückgehen
- Dame liegt ab, Herr steigt über die Dame
- . . .
Zulässig wäre z. B. eine Liege, wie wir sie aus dem Boogie oder Tango kennen (Keine Ortsveränderung, Dame und Herr haben mindestens ein Bein am Boden).
So sind auch ein Handstand oder vergleichbare Elemente nicht erlaubt. Da wir aber in erster Linie eine Tanzsportart sind und bei den Schülern bzw. im Intro keinerlei Akrobatik haben wollen, schließen sich eigentlich (turnerische) Elemente aus anderen Sportarten aus.
Es soll aber nun mal wirklich keine Akrobatik oder akrobatische Elemente in der Schülerklasse oder im Intro bzw. in der Fußtechnik in der B- und A-Klasse gezeigt werden.
Im Zweifel bei Wertungsrichter oder Trainern: Anfrage mit Figurenbeschreibung und/oder Bild an den SAS.
Im Regelwerk steht: Das Intro fließt nicht in die Wertung ein? Wird aber im Intro eine Akro gezeigt, also eine Figur die keiner Tanzfigur einspricht, soll ein V5 gegeben werden. Ist das ein Wider-spruch?
- Nein: Das Regelwerk gibt vor,
dass die Wertung (für Tanztechnik, Tanzfiguren, Choreographie oder Akrobatik) erst mit Beginn des Vortrags – also mit dem ersten Kick – beginnt. - Aber:
Für den Fall, dass im Intro eine Akro gezeigt wird, hierfür dennoch ein V5 vergeben wird.
Wie dürfen Ausnahmefiguren kombiniert werden? Muss dabei eine Ausnahmefigur von Anfang bis Ende so wie beschrieben ausführen werden.
Ausnahmefiguren (sofern die Kombination nicht ausdrücklich untersagt ist) dürfen innerhalb der Safety levels (der jeweiligen Klasse) kombiniert werden und dabei darf auch innerhalb einer Kombination von einer Regel zur anderen gewechselt werden.
Wenn dabei Figurenein- oder -ausgänge variiert werden (müssen), ist dies zulässig, sofern dabei nicht gegen die Safety levels der jeweiligen Klasse verstoßen wird.
Kombination: Wird eine Kombination durch Bodenkontakt der Dame ohne Kick unterbrochen? (z.B. als Absprung in einen weiteren Akroteil) Zählen dann die Elemente als eigene Akros, wenn die Dame zwischen den Elementen den Boden berührt?
Probleme entstehen nur dort, wo eine Kombination sichtbar und eindeutig, und nicht nur figurenbedingt wie bei nachstehenden Beispielen, unterbrochen wird.
Im Zweifel muss man dann den Einzelfall sehen.
Beispiele von Kombinationen ohne Beanstandung:
- C-Eis vor und zurück
- Shalom (wenn die Dame die Hände auf den Boden nimmt)
- Schultergrätsche und abklappen zur Käskehre
