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Willkommen beim Nachwuchs

Im Jahre 2008 wurde auf initiative der Landes Rock'n'Roll-Verbande eine einheitliche Breitensportrichtlinie erarbeitet. Diese Richtlinie ergänzt durch die landesspezifischen Ausführungen, soll die Grundlage für eine einheitliche Regelung der Breitensportsscene bundesweit dienen. 

 

Idee und Zielsetzung der Kooperation zwischen Schulen und Tanzsportvereinen des DRBV

In jedem Bundesland kann ein Breitensportbeauftragter(e) eingesetzt werden. Ziel sollte es sein Schul- und Breitensportweekends, AG's, Projektwochen und Tanztagen zu organisieren und neue Kooperationen zwischen Schulen und Tanzsportvereinen zu bilden.

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen ist sowohl für den Schul- als auch Vereinsport von Wichtigkeit und Nutzen. Die Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und Sportverein wurde von den Kultusministerien der Länder, dem Deutschen Sportbund und den kommunalen Spitzenverbänden bereits 1956 und 1972, zuletzt 1985 im " Zweiten Aktionsprogramm für den Schulsport" hervorgehoben. Inzwischen haben alle 16 Länder zusammen mit den jeweiligen Landessportbünden entsprechende Kooperationsmodelle für die Schulen und Sportvereine vereinbart und veröffentlicht. Die Leitidee für diese Kooperationsprogramme ist , Kinder und Jugendliche auch über den schulischen Pflichtsportunterricht hinaus, zu sportlicher Betätigung zu motivieren und sie zu lebenslangem Sporttreiben hinzuführen.

 

Ziele des Schulsports, wie die Erziehung zu gesundheitsbewusstem Verhalten, die Förderung der motorischen Entwicklung, die Verbesserung des Sozialverhaltens, die Förderung des sportlichen Talents, Spass und Freude an sportlicher Betätigung, die Befähigung sinnvoller Freizeitgestaltung durch Sport sind auch Ziele des Vereins-Jugendsports und können durch die Zusammenarbeit mit Sportvereinen sehr unterstützt werden. Der Ausbau der Brücke zwischen Schule und Sportverein ist für beide Partner von großem Nutzen.

 

Die Schule erfährt eine Angebotserweiterung und Unterstützung bei zahlreichen sportlichen Vorhaben, sehr häufig verbunden mit einer Attraktivitätssteigerung des Sportangebots. Der Verein hat die Möglichkeit Schülerinnen und Schüler als neue Mitglieder zu gewinnen, manchmal auch zusätzliche Übungsleiter aus Lehrer- und Elternkreisen, Talente zu sichten und zu fördern, eine unentgeltliche Bereitstellung von Sportstätten zu bekommen und eine beachtliche Imageverbesserung bei Schülern, Lehrern und Eltern zu erreichen. Kooperation dient Schulen und Sportvereinen also in gleichem Maße, ist aber nicht nur als festgelegte Arbeitsteilung im Nebeneinander zu verstehen, sondern sollte gemeinsam durchführte Maßnahmen mit gleichen Zielen beinhalten.

 

Vom Schulsport ausgehend, bietet sich eine solche Verknüpfung besonders im außerunterrichtlichen Bereich an. Darunter versteht man freiwilligen Schulsport außerhalb des Stundenplans der Schule, ohne schulischen Lehrplan und ohne Benotung des Unterrichts ( z.B. Sportsarbeitsgemeinschaften (SAG) ). Aber auch in Teilen des schulischen Pflichtsportunterrichts ist eine Kooperation mit einem Tanzsportverein durch einen Fachübungsleiter, Tanzsporttrainer oder Diplomtrainer möglich.

 

Hier sollen die neuen Konzepte der Initiative 30000 des DRBV ansetzen. Erste Schritte wurden im November 2001 auf der HAS des DTV vom DRBV Präsidenten Udo Scherber und dem Bundes Breitensportbeauftragten DRBV Daniel Quack unternommen. In einem gemeinsamen anschließenden Gespräch, konnten mit Herrn Ewald Wutz, Ministerialrat a. D., ehem. Leiter des Sportreferates im bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und mit Frau Jutta Hager, Oberstudienrätin, und Landesschulobfrau für Tanz in Bayern neue Strategien und neue Möglichkeiten für den Tanzsport im DRBV erarbeitet werden. Herr Ewald Wutz wird zu diesen Themen auf dem 1. bayerischen Schul – und Breitensport Weekend im Oktober bzw. November (siehe Breitensporttermine DRBV) referieren.

 

Im April 2002 fanden in diesem Zusammenhang unter der Leitung des Schul – Direktors Günther Könninger die 7. Ottersweier Rock 'n' Roll Schultanzbegegnungen Baden Würtemberg statt. Diese Modell vereinigt AG's , Projektwochen, Tanztage verschiedener Tanz - Musikstillrichtungen zu einer alljährlichen gemeinsamen Aufführung, in dem zwischen den verschiedenen Rock 'n' Roll Darbietungen, Tänze und Musik andere Tanzarten dargeboten werden. Direktor Könninger setzt dabei bewusst, in seiner Schultanzbegegnung, neurowissenschftliche Erkenntnisse zur Verbesserung des Schulverhaltens um. Für Neurowissenschaftler steht heute fest, um sich u.a. musikalisch, sprachlich, logisch , emotional oder motorisch ausgewogen zu entwickeln, brauchen Kinder die richtige Förderung zur richtigen Zeit. Alle auftretenden Kinder der Schultanzbegegnung erhalten im musikalischen Bereich , besonders im Tanz, sicher die richtige Förderung. Wie gesund tänzerische Bewegung allgemein für Leib und Seele ist , machten zwei Experten deutlich: Professor Dr. Gertrud Krüskemper von der Ruhr-Universität Bochum, kam bei ihrer wissenschaftlichen Untersuchung zum dem Schluss:" Tanzen macht lustiger, ansprechbarer, reaktionsbereiter, gefühlsbetonter, weniger depressiv und geistig leistungsfähiger. Wer tanzt, kann besser denken." Zu ähnlichen Ergebnissen kommt ihr Kollege Prof. Dr. Eduard David von der Universität Witten/Herdecke. Er wies auf die Rolle des Tanzen als Möglichkeit des Stress-Abbaus hin- und natürlich als elegantes Mittel, einem Partner näher zu kommen.

 

Dieses Modell der Schultanzbegegnung wurde dann auch beim 1. Länderbreitensport Meeting DRBV am 21.04. 2002 in Aschaffenburg besprochen, mit dem Ziel Regional Strukturen für diese Schultanzbegegnung zuschaffen, jedoch immer in enger Kooperation regionaler Rock 'n' Roll Vereinen. Folgende anwesende Bundesländer und Breitensportbeauftragte werden diese Schultanzbegegnungen mit organisieren. Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland, Baden Würtemberg, und Bayern mit dem Endziel Landes – und Bundesschulmeisterschaften Rock 'n' Roll zu ermöglichen.

 

Bundes Breitensportbeauftragter DRBV

 

Quellen: Wutz, Könninger, Quinn

 

Das DRBV Tanzabzeichen

Die einzelnen Dateien des DRBV Tanzabzeichens sind hier zu finden! Sollten Dateien nicht erreichbar sein, dann bitte bei Hans-Werner Kirz nachfragen.